Grund-, Mittel und Berufsschulstufe im Überblick

Grundschulstufe

In der Grundschulstufe werden dem Alter entsprechend grundlegende persönliche sowie schulische Fähigkeiten erworben und intensiv gefördert. 

In den Kulturtechniken stehen zunächst der Schriftspracherwerb und die Orientierung im Zahlenraum im Vordergrund. Spezielle Leselehrgänge und das Prinzip des Lernens mit allen Sinnen unterstützen den Prozess.  

Außerdem werden elementare Förderziele in folgenden Bereichen umgesetzt: Selbstversorgung, Selbstständigkeit, Sozialkompetenz, Lern- und Arbeitsverhalten, Sprache (auch unterstützte Kommunikation), Motorik und Persönlichkeitsentwicklung. 

Differenzierte Lernangebote, Orientierung an den individuellen Interessen und Kompetenzen der Schüler*innen und handelndes Lernen bilden die Grundlage des Unterrichts. Hierbei ist es unser zentrales Ziel, die Lernfreude und Motivation der Kinder zu wecken und zu stärken. 

Mittelschulstufe

Die Mittelschulstufe baut auf der Förderung der Grundschulstufe auf. Sie hat das Ziel, die individuellen Fertigkeiten sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen im Hinblick auf die Pubertät und das Erwachsenwerden zu festigen und zu erweitern. Soziales Lernen und die Selbstständigkeit der Schüler*innen stehen dabei im Mittelpunkt. Außerdem werden passende und vielfältige Angebote in den Bereichen Bewegung und Wahrnehmung angeboten.

Die Förderung der Fähigkeiten im Bereich der Kulturtechniken (Deutsch, Mathematik) wird intensiv und methodenreich fortgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Stärkung der lebenspraktischen Fertigkeiten und der Selbstverantwortung. Dies umfasst zum Beispiel den Umgang mit Geld, die Orientierung im Nah- und Fernraum, Mobilitätstraining und Medienkompetenz. Bei der Auswahl der Unterrichtsprojekte orientieren wir uns an den Bedürfnissen und der Lebenswelt unserer Schüler*innen.

Berufsschulstufe

In der Berufsschulstufe erfüllen die Schüler*innen ihre Berufsschulpflicht. Sie werden auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereitet. 

Der Lehrplan der Berufsschulstufe umfasst folgende Bereiche: Persönlichkeit, soziale Beziehungen, Arbeit und Beruf, Wohnen, Mobilität, Freizeit und Öffentlichkeit. 

Zur Umsetzung der Lernziele und -inhalte ist die Berufsschulstufe in einem flexiblen System aus differenzierten Kursen, Fach- und Projektunterricht sowie Klassen- und Förderunterricht organisiert. In Praktika können die Schüler*innen die betriebliche Realität erleben und berufliche Arbeitsfelder erproben. Schüler*innen, die sich sprachlich nicht ausreichend beteiligen können, bieten wir im Rahmen der unterstützten Kommunikation Möglichkeiten, sich zu den Unterrichtsinhalten zu äußern und ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen. 

Gerne unterstützen wir die Schüler*innen dabei, ...
  • Selbstbewusstsein und Eigenaktivitäten zu entwickeln.
  • Freude am gemeinsamen Leben und Arbeiten zu haben.
  • Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
  • altersadäquate und angemessene Verhaltensformen zu zeigen.
  • eigene Vorstellungen zu ihrer Lebensplanung zu entwickeln.
  • realistische Lebensperspektiven zu gewinnen.
  • ihr Leben so eigenständig wie möglich zu gestalten.
Übergang in das nachschulische Leben

Zusammen mit den Schüler*innen und Eltern planen und organisieren wir den Übergang in das nachschulische Leben. Dazu arbeiten wir mit außerschulischen Partner*innen zusammen:

  • Wohnangebote der Lebenshilfe Starnberg für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung
  • Offene Hilfen der Lebenshilfe Starnberg für eine aktive und selbstbestimmte Freizeitgestaltung
  • Adolf-Kolping-Berufsschule München
  • Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
  • Förderstätten
  • Agentur für Arbeit
  • Integrationsfachdienst
  • Betriebe des 1. Arbeitsmarkts

Leistungsstarke Schüler*innen können im Rahmen der Maßnahme „Übergang Schule Beruf“ ihre Möglichkeiten und Chancen im Hinblick auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft erproben.

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